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  • Taifun-Sojaberater Peter und Kristina begutachten gemeinsam mit Landwirt Otmar Binder (Mitte) dessen Sojafeld.
    Taifun-Sojaberater Peter und Kristina begutachten gemeinsam mit Landwirt Otmar Binder (Mitte) dessen Sojafeld. 1/2
  • Die Landwirte Schill, hier im Gespräch mit Stefan aus dem Taifun-Sojateam (Mitte), bauen in zweiter Generation Bio-Soja nahe Freiburg an.
    Die Landwirte Schill, hier im Gespräch mit Stefan aus dem Taifun-Sojateam (Mitte), bauen in zweiter Generation Bio-Soja nahe Freiburg an. 2/2
Sojakultur

Partner statt Lieferanten

Denn nur so kennt man sich

  • 17. Apr 2021
  • SB

Gutes Wirtschaften heißt für uns: Nicht nur der Tofu soll am Schluss gut schmecken, auch der Weg dorthin muss stimmen. Für alle Beteiligten. Wir kaufen also nicht mal hier, mal dort möglichst günstige Sojabohnen, sondern arbeiten mit rund 170 Bio-Landwirten aus Deutschland, Österreich und Frankreich zusammen, die wir alle persönlich kennen.

Die vertraglich geregelte Zusammenarbeit bietet den Bauern wirtschaftliche Sicherheit - und uns den großen Vorteil, den Weg aller Sojabohnen lückenlos zurückverfolgen zu können. Von der Saatgutvermehrung über den Feldanbau bis zur Ernte, Trocknung und Reinigung: Wir begleiten den ganzen Prozess und können so Einfluss auf die Qualität nehmen.

Vertrauen und Verlässlichkeit

Mit manchen Landwirten arbeiten wir schon seit 25 Jahren zusammen. Daraus ist mehr entstanden als einfach nur eine Vertragspartnerschaft: Zusammen veranstalten wir Seminare zum ökologischen Sojaanbau. Gemeinsam gehen wir auf Exkursionen zu Soja-Verarbeitern und Erzeugern anderswo in Deutschland und Europa. Und natürlich besuchen wir die Bauern während der Vegetationszeit. Für uns ist das ein schöner Moment: Wir sehen nicht nur die Bohnen, die bei uns in Freiburg eintreffen, sondern auch die Felder, die zartlila Blüten der Sojapflanze und den Boden, auf dem alles wächst.

Für beide Seiten bedeutet unser Vertragsanbau: Wir können einander vertrauen. Und uns darauf verlassen, dass die andere Seite hält, was sie verspricht. Das gilt für die Qualität der Sojabohnen, aber auch für den Preis: Wir wissen, welche Arbeit im Sojaanbau steckt und welcher Druck auf vielen landwirtschaftlichen Betrieben lastet.

Echte Werte und faire Preise

Dadurch ist für uns klar: Wir wollen Preise zahlen, die dem wahren Wert entsprechen. Und die liegen nicht nur deutlich über denen von Futtersoja, sondern auch über den marktüblichen Preisen für Bio-Soja.

All das bringt uns einen Schritt näher an das Ziel, das wir mit unserer Arbeit verbinden. Klar, wir möchten Tofu herstellen, der schmeckt. Aber wir möchten damit auch eine ganzheitliche und zukunftsfähige Bio-Landwirtschaft unterstützen. Denn wir sind sicher: Die Zukunft liegt in der Vielgestaltigkeit der familiengeführten Betriebe.

Mit ihnen wollen wir zusammenarbeiten, sie wollen wir unterstützen: Mit Einkaufsgemeinschaften für teure Maschinen, mit Erfahrungsaustausch und manchmal auch einfach mit ermunternden Worten, wenn die Ernte nicht so ausfällt, wie erhofft.

Die Welt gehört nicht den Großkonzernen, auch wenn es so scheinen mag. Doch nur wenn wir Kleinen und Mittleren uns zusammenschließen und das Erarbeitete miteinander teilen, kommen wir weiter.