Sojakultur Neuigkeit

1000-Gärten-Experiment Runde 3

Für mehr Ökologie im Sojaanbau

  • 28. Okt 2022

Zahlreiche Gärtner*innen haben in den letzten Monaten für Taifun Soja im eigenen Garten angebaut - das Sojexperiment 1000 Gärten ging in die dritte Runde. Wie war die Resonanz?
Wir hatten über 1200 Anmeldungen. Leider hatten einige dieselben Probleme wie unsere Landwirte, es war erst sehr trocken und zur Ernte dann sehr nass. Es gab aber auch positive Rückmeldungen von Gärtnern, die es toll fanden, die Sojabohne mal wachsen zu sehen und die sich über die schönen Blühpflanzen gefreut haben. Bei manchen Schulen, Kitas oder Kleingartenanlagen wurde das Projekt auch im Rahmen von Tagen der offenen Tür vorgestellt.

In so einem Paket erhalten die Gärtner*innen Soja und Blühpflanzen zum aussäen.

Womit sind die Gärtner gerade beschäftigt?
Die Ernte hängt noch in vielen Regionen, es haben noch nicht mal die Hälfte der Gärtner ihre Ernte eingeschickt.

Mehrere Tüten gefüllt mit goldbraunen reifen Sojaschoten.
So kann eine erfolgreiche Ernte aussehen.

Was ist das Ziel dieses Projekts? Warum machen wir das eigentlich?
Wir suchen weiter nach Sojabohnensorten, sowohl als Futter als auch v.a.  für die menschliche Ernährung. Durch die vielen verschiedenen Standorte wollen wir regional angepasste Sorten finden.
Dieses Jahr lag der Fokus natürlich auch auf den Blühpflanzen und deren Effekte auf das Wachstum der Soja und auf den Tofu.

Dieses Jahr war es bunter, weil wir Blühpflanzen versandt haben? Warum denn das?
Die Blühpflanzen sollen den Sojaanbau (auch den ökologischen) noch ökologischer machen. Wir haben die Idee, den freien Boden zwischen den Reihen für die Förderung der Biodiversität zu nutzen – auch im großen Stil bei unseren Landwirten. Dazu läuft schon ein Projekt im ersten Jahr, wo wir auf Leuchtturmbetrieben Blühpflanzenreihen ausgesät haben.

Grüne Sojapflanzen in der Erde, dazwischen ganz feine blaue Blüten.
Ganz dezent leuchten zwischen den grünen Sojapflanzen gelbe und blaue Blüten hervor.

Das ist der 3. Durchlauf des Projektes. Wie verliefen die letzten Wochen im Vergleich zu 1 und 2?
Dieses Jahr war von der Vegetation her das schwierigste, erst trocken, dann sehr nass. Dadurch, dass viele Gärtner aber nicht zum ersten Mal dabei sind, sind sie schon „alte Hasen“ und viele Fragen, die beim 1. Mal kamen, waren dieses Jahr kein Thema mehr – auch, weil wir besser vorbereitet sind, und z.B. über die Videos sicher einige Fragen direkt beantworten konnten.

Ein junge Frau sitzt draußen vor ihrem Garten und zeigt in ihrer Hand die geernteten Sojabohnen.
Unsere Kollegin Kerstin hat auch mitgemacht und zeigt ihr Ernte.