Geschichte

Die Geschichte von Taifun-Tofu

Wie aus einer Idee eine europaweit bekannte Tofumarke wurde

Die Geschichte von Taifun beginnt vor über 30 Jahren, mit einer Reise und der Begegnung zweier Menschen. Es sind die 80er Jahre und es herrscht Aufbruchstimmung: Immer mehr Menschen fordern einen anderen Umgang mit der Umwelt und gehen dafür auf die Straße. Die bewusste Hinwendung zur Natur ebnet den Boden für die Biobewegung − und für die gemeinsame Idee von Wolfgang Heck und Klaus Kempff. Die Idee vom Tofu aus Europa, in Bio-Qualität.

»Tofu war hier damals noch sehr unbekannt. Gerade das fanden wir spannend: ein neues Produkt zu entdecken.«
Wolfgang Heck, Geschäftsführer und Mitbegründer von Taifun

Ihre Begeisterung für Tofu, mit der sie von nun an viele Menschen anstecken, ist bis heute bei Taifun zu spüren: Für das pflanzliche Eiweiß, das in der Hauptrohware Soja steckt und Tofu zu einem Lebensmittel der Zukunft macht. Für die vielen Möglichkeiten, die Tofu in Sachen Geschmack und Formen bietet. Auch lange, nachdem Wolfgang, Klaus und ihre Mitstreiter*innen die ersten Blöcke und Bratlinge von Hand herstellten, streben die heute mehr als 270 Taifun-Mitarbeitenden jeden Tag nach dem perfekten Stück Tofu. Um damit viele Menschen glücklich zu machen und einen Beitrag zur Ernährungswende zu leisten.

Das Gründungsteam um Klaus (obere Reihe, 3. von links) und Wolfgang (oberere Reihe, 2. von rechts).
Das Gründungsteam um Klaus (obere Reihe, 3. von links) und Wolfgang (oberere Reihe, 2. von rechts).

Der Lauf der Dinge:

1987

Klaus hat bereits mit der Aufzucht von Sprossen und Keimlingen Erfahrung gesammelt und die Idee, Tofu herzustellen, aus den USA mitgebracht, als er auf Wolfgang trifft. Gemeinsam bringen sie das Projekt Tofu voran und geben ihm den Namen Taifun. Der Tofu wird erst frisch auf dem Wochenmarkt und als Mittagstisch verkauft und bekommt bald seinen festen Platz im Naturkosthandel.

1995

Nach Jahren in angemieteten Kellerräumen und Küchen ziehen wir endlich in eigene Hallen im Gewerbegebiet Freiburg-Hochdorf, wo sich bis heute der Standort der Taifun-Tofu GmbH befindet. Was zunächst unglaublich groß erscheint, ist inzwischen immer wieder erweitert worden.

1997

Die ersten Biolandwirte bauen in der Region um Freiburg Tofu-Sojabohnen für uns an. Damit reagiert Wolfgang (Klaus Kempff ist inzwischen aus dem Unternehmen ausgestiegen) auf die neue grüne Gentechnik in den USA, von woher wir bisher unsere Sojabohnen bezogen haben. Im selben Jahr beliefern wir erstmals das Ausland mit Taifun Tofu und sind stolz, als erstes Freiburger Unternehmen die Zertifizierung des EU-Öko-Audits (EMAS) zu erhalten.

»Bald merkten wir: Ja, Soja wächst auch bei uns! Immer mehr Landwirte waren dann begeistert davon.«
Martin Miersch, Leiter Taifun-Sojazentrum

2004

Nach und nach erhalten Bioprodukte Einzug in den konventionellen Markt. Um für unsere Produkte eine sau­bere Trennung zu ermöglichen, führen wir 2004 die Marke Tukan bio&vegan ein, die mit einem ausgewählten Sortiment zum Beispiel im Edeka erhältlich ist. Unser Engagement für eine umweltfreundliche Produktion wird erstmals durch das Umweltmanagementsystem der Norm ISO 14000 bescheinigt.

2011

Alfons Graf wird Geschäftsführer neben Wolfgang Heck. Er treibt die Themen Umweltschutz und Nachhaltigkeit voran: Unsere umweltfreundliche Kälteanlage macht den Anfang weiterer energiesparender Anlagen und Maßnahmen, wie später die Energiezentrale. Im selben Jahr wird das Taifun-Technikum eröffnet, eine Tofurei im Kleinformat, die es ermöglicht, neue Sojasorten auf ihre Tofueignung zu testen und die Qualität unserer Sojabohnen noch besser zu kontrollieren.

2014

Wolfgang Heck gründet die Heck-Unternehmensstiftung, bringt alle Anteile der Taifun-Tofu GmbH darin ein und sichert so das Bestehen des Unternehmens und seiner Werte. Er tauscht die Geschäftsführerrolle gegen die des Stifters, stattdessen leitet neben Alfons Graf nun Elisabeth Huber die Geschicke der Firma.

2016

Unsere Fangemeinde wächst stetig und wir bauen auch unsere Kapazitäten weiter aus. Dabei behalten wir Umwelt- und soziale Belange im Auge und erstellen unsere erste Gemeinwohlbilanz.

2017

Erstmals stammen sämtliche Bio-Sojabohnen für unseren Tofu aus Europa, nämlich von unseren Vertragslandwirten aus Deutschland, Österreich und Frankreich.

2019/2020

Nach jahrelanger Züchtungsarbeit, gemeinsam mit der Universität Hohenheim, werden unsere ersten beiden eigenen Sojasorten zugelassen. Tofina und Tori bringen besonders gute Eigenschaften für die Tofuherstellung mit.

2020

Wir gewinnen den Deutschen Nachhaltigkeitspreis 2020.

Alfons Graf freut sich über den Deutschen Nachhaltigkeitspreis für Taifun.
Alfons Graf freut sich über den Deutschen Nachhaltigkeitspreis für Taifun.

2021

Aus der kleinen Gruppe von Tofu-Pionieren ist inzwischen eine Belegschaft von mehr als 270 Mitarbeitenden geworden. Der Kauf eines neuen Werks am Standort Freiburg und weitere Investitionen sollen uns helfen, der steigenden Nachfrage nachzukommen. Die Veränderungen werden begleitet von dem neuen Geschäftsführungstrio aus Wolfgang Heck, Elisabeth Huber und Alfons Graf.