Soja im Silo

Soja im Silo

Nach Tagen auf dem Feld im September und Oktober können sich die Taifun-Landwirte über eine rundum gute Soja-Ernte freuen. Erstmals stammen unsere Tofu-Sojabohnen ausschließlich aus Anbau in Deutschland, Österreich und Frankreich.

Fabian von Beesten, der bei Taifun den Soja-Vertragsanbau betreut, ist zufrieden: „Es war ein tolles Sojajahr. Der nasse Frühling wurde durch einen trockenen Sommer ausgeglichen, so dass wir rund 3000 Tonnen hochwertige Sojabohnen einfahren konnten.“ Genug Vorrat also, um daraus die knapp 40 verschiedenen Taifun-Produkte herzustellen – zum ersten Mal komplett aus Sojabohnen europäischer Herkunft. „Das ist ein echter Meilenstein“, betont Fabian.

Ermöglicht wurde er durch viel Pionierarbeit, mit der wir vor 20 Jahren mit ein paar Landwirten am Oberrhein begonnen hatten. Die asiatische Hülsenfrucht war für alle neu und am Anfang kapriziös – doch die Landwirte ließen nicht locker, immer wieder unterstützt von den Taifun-Agraringenieuren. Die Mühen haben sich gelohnt: Auf den Feldern in der Rheinschiene, im Jura und im Wiener Becken gedeiht die wärmeliebende Hülsenfrucht ohne Probleme. Für kühlere Gebiete haben wir mit Wissenschaftlern der Uni Hohenheim die erste eigene Taifun-Sojasorte entwickelt, die seit diesem Jahr etwa in Ostdeutschland angebaut wird. „Das macht uns unabhängig von Importen aus Übersee“, freut sich Fabian. Aber auch das Engagement seitens des Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft in Sachen Sojaanbau in Deutschland hat dazu beigetragen.

Die Bohnen der diesjährigen Taifun-Ernte konnten einen hohen Eiweißgehalt vorweisen. Dieser bestimmt die Ausbeute des daraus hergestellten Tofus mit. Als Ausbeute bezeichnet man die Menge an Tofu, die sich aus den Sojabohnen ergibt „Der Proteingehalt ist ein wichtiger Parameter für uns“, sagt auch Agraringenieurin Kristina Bachteler. Ihr Arbeitsplatz bei Taifun ist das Technikum, eine Art Tofurei in Miniaturformat. Hier stellt sie schon aus einer kleinen Menge Bohnen einen Testtofu her. „So können die geernteten Sojabohnen stichprobenartig auf ihre Qualität überprüft werden.“

Stimmt die Ausbeute? Eignet die Konsistenz sich für die Weiterverarbeitung zu Burgern, Würstchen und Co.? Ist der Geschmack wie gewünscht? Qualität ist bei Taifun das A und O. Deshalb wird die Ernte unserer über 70 Landwirte in externen Laboren zudem auf Gentechnikfreiheit und Pestizidfreiheit untersucht. „Dank unseres heimischen Vertragsanbaus sind Befunde von Spuren die absolute Ausnahme“, versichert Kristina.

Nach Reinigung und Trocknung warten die Sojabohnen in Silos darauf, zur Tofuproduktion nach Freiburg geliefert zu werden. Fabian, Kristina und ihre Sojabauern freuen sich aber erstmal auf die feierliche Ernteübergabe Ende November. Da werden die Bohnen von den Landwirten symbolisch an Taifun übergeben. Und voller Elan das nächste gemeinsame Jahr in Angriff genommen.

Lesen Sie dazu auch „Optimale Bedingungen für Soja“, Badische Zeitung, 27.09.2017

LC/20.10.2017

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